350-Kilo-Stier bricht aus Stall aus – Großfahndung endet tragisch
Miriam Hoffmann350-Kilo-Stier bricht aus Stall aus – Großfahndung endet tragisch
350 Kilogramm schwerer Jungstier aus Stall in Ilkerbruch ausgebrochen – Großfahndung eingeleitet
Ein rund 350 Kilogramm schwerer Jungstier ist aus einem Stall in Ilkerbruch entkommen und löste eine großangelegte Suchaktion aus. Da sich das Tier in der Nähe der stark befahrenen Kreisstraße K114 und der ICE-Strecke aufhielt, sahen sich die Behörden zum sofortigen Handeln gezwungen. Polizei und der Besitzer des Stiers suchten die ganze Nacht nach dem aufgebrachten Tier, um es einzufangen.
Der Ausbruch wurde spätabends gemeldet, woraufhin die Beamten mit der Suche begannen. Ein Polizeihubschrauber entdeckte den Stier gegen 1 Uhr nachts in einem dichten Gebüsch, doch Versuche, sich ihm zu nähern, gestalteten sich als zu gefährlich. Das Tier war sichtbar verletzt und extrem aggressiv, sodass eine Betäubung nicht sicher durchgeführt werden konnte.
Wegen der akuten Gefahr sperrte die Polizei vorübergehend die K114 und ordnete an, dass Züge auf der nahegelegenen ICE-Strecke ihre Geschwindigkeit drosseln mussten. Trotz aller Bemühungen, den Stier in der Nacht einzufangen, blieb er bis zum Morgen auf freiem Fuß und stellte weiterhin eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit dar. Da keine sichere Möglichkeit bestand, das Tier zu beruhigen, sahen sich die Beamten schließlich gezwungen, es aus Gründen des öffentlichen Schutzes zu euthanasieren.
Während des gesamten Einsatzes stand der Besitzer des Stiers in engem Kontakt mit der Polizei und unterstützte die Ermittler bei der Ortung des Tieres.
Nach Ausschöpfung aller Alternativen wurde der Stier euthanasiert. Sobald die Lage bereinigt war, hoben die Behörden die Straßen- und Zugbeschränkungen auf. Die Behörden betonten, dass der Schutz der öffentlichen Sicherheit maßgeblich für die Entscheidung war.






